Puh, kennst du Sachen, die du nicht erledigen möchtest? ICH auf jeden Fall!
 
Das kann die unterschiedlichsten Gründe haben …
 
Die Tätigkeit ist uns unangenehm. Wir müssen etwas machen, wobei wir uns nicht wohlfühlen oder was wir nicht so gut können bzw. meinen, nicht so gut zu können.
Vielleicht beinhaltet die Tätigkeit eine Kommunikation, bei der wir uns vorstellen, dass sie zu einem Konflikt führen könnte. 
Oder es gibt andere Dinge, die wirviel liebermachen wollen. 
 
Manchmal ist es schon ganz interessant, erstmal herauszufinden, wiesowir diese Tätigkeit nicht machen wollen.
Oft wird eine solche ungeliebte Tätigkeit einfach aufgeschoben, auch wenn sie keine niedrige Priorität hat. Ist ja auch egal, ob du sie dabei von einer To-do-Liste auf eine neue überträgst oder ob du sie nur mahnend im Hinterkopf hast.
Mit einer Kundin habe ich zum Beispiel mal herausgefunden, dass sie Aufträge übertragen bekommen hatte, bei denen sie nicht so genau wusste, was sie machen sollte. So stand etwas auf der Liste, was sie gar nicht erledigen konnte- und je mehr Zeit verstrich, desto schwieriger wurde es, nachzufragen, was denn damit eigentlich gemeint war.
 
Es gibt ein Zitat von Mark Twain mit einem tollen Ansatz, wie wir mit diesen ungeliebten Tätigkeiten umgehen können:
“If it’s your job to eat a frog, it’s best to do it first thing in the morning. And if it’s your job to eat two frogs, it’s best to eat the BIGGEST one first.”
Also: Wenn es deine Aufgabe ist einen Frosch zu essen, ist es das Beste, dies als erstes morgens zu machen. Und wenn es deine Aufgabe ist, zwei Frösche zu essen, iss den größten zuerst.
Wenn wir jetzt davon ausgehen, dass wir „Frösche“ essen eher unangenehm finden, fangen wir also mit der unangenehmen Tätigkeit an – und wenn wir zwei davon haben, mit der, die wir noch weniger machen wollen.
Ich mache das gerne mal, wenn es in meinen Tagesablauf passt. Wenn ich morgens zum Beispiel direkt einen Kundentermin habe, quetsche ich nicht unbedingt eine unangenehme Tätigkeit davor. Und ich habe ja auch tatsächlich nicht immer unangenehme Dinge zu tun 😉
Einige meiner Kunden lieben es, so vorzugehen. Oft sind wir ja stolz oder erleichtert, wenn wir eine dieser Tätigkeiten geschafft haben.
 
Wieso heißt denn diese Folge nicht „eat the frog first“? Naja, vielleicht spreche ich nicht immer so deutlich wie beim Podcast … Eine meiner Kundinnen begrüßte mich bei einem Termin ganz erfreut damit, dass sie das mit dem „kiss the frog first“ jetzt ganz oft macht und war total begeistert. Und ich finde die Vorstellung auch echt schön: Anstatt das Unangenehme zu essen, vielleicht sogar „runterzuwürgen“, küssen wir den Frosch. Das klingt ja mal echt herzlich.
 
Also, vielleicht hast du ja auch Lust ein paar Frösche zu küssen!
 
Ich wünsche dir viel Spaß und Freude dabei!
 
Be happy & be light
 
Deine Janina