Ich habe vor einer ganzen Weile einen sehr spannenden Vortrag zum Thema „Chronobiologie“ beim Experten Dr. Thomas Kantermann besucht, also zu unserer inneren Uhr und möchte dir hier gerne ein paar Einblicke geben.

Von Lerchen und Eulen hast du sicher schon einmal gehört, Früh- und Spätaufsteher. Wissenschaftlich werden sie früher und später Chronotyp genannt.
Einen Anhaltspunkt, welcher Typ du bist, bekommst du so: Wann würdest du schlafen, wenn du nicht arbeiten musst und keine sozialen Verpflichtungen hast, wegen denen du aufstehen musst?

Spätaufstehen hat oft den Ruf von fauler sein als der „frühe Vogel”. Es ist aber tatsächlich interessant, auf die Bedürfnisse des Körpers besser zu achten. Ein gestörter Schlaf und eine gestörte innere Uhr wirken sich immens auf unsere Gesundheit und Leistungsfähigkeit aus. Zum Beispiel wird das Stressempfinden höher, Erwachsene fühlen sich schlapper und Kinder neigen eher zu ADHS. Aber auch so gravierende Folgen wie eine gesteigerte Anzahl an Autounfällen können dadurch entstehen.

Woher kommt es denn, dass unsere innere Uhr und damit auch unser Schlafrhythmus gestört ist?
Für die innere Uhr ist ein ganz bestimmtes Gebiet im Hirn zuständig, der SCN (Nucleus suprachesiasmaticus). Der SCN sitzt direkt hinter dem Sehnerv. Durch ihn wissen alle Zellen im Körper, wie spät es ist. Unsere innere Uhr erzeugt tagsüber Wachheit bei uns. Wenn das nachlässt, werden wir müde.
Tatsächlich befinden wir uns heute zu oft in geschlossenen Räumen, in denen es zu dunkel ist. Der Kontrast zu abends, wenn wir in gleich hell beleuchteten Räumen sind, ist nicht stark genug.
Für die innere Uhr wäre es perfekt, wenn wir so viel wie möglich draußen wären (sogar ein bedeckter Januartag reicht aus), mindestens eine halbe Stunde und je mehr, desto besser.
Falls das bei dir nicht geht, ist es auf jeden Fall hilfreich, wenn es bei euch im Büro große Fenster gibt (und je näher dran, desto besser). Erwiesenermaßen wirkt sich das positiv aus auf die Schlafqualität. Es gibt weniger Schlafstörungen und dadurch bedingte körperliche Beschwerden.
Auch mehr künstliches Licht kann helfen.

Und falls du auch das nur schwer beeinflussen kannst:
Sorge dafür, dass es abends dunkler ist. Laut Dr. Kantermann ist bei uns bei den meisten abends Festbeleuchtung im Badezimmer. Zu nah vor einem großen Fernseher zu sitzen wirkt sich ähnlich negativ aus. Verheerend für den Schlaf sind die Beschäftigung mit Smartphone und eBook vor dem Einschlafen. Auf einem Tablet zu lesen beeinflusst das Schlafhormon Melatonin. Du schläfst später ein, hast weniger erholsamen Schlaf und bist deswegen morgens müder. Zum Einschlafen eignet sich also eher ein herkömmliches Buch.
Hilfreich kann auch eine Art orange Sonnenbrille sein. Dadurch wird das Licht gefiltert und deinem Körper wird simuliert, dass es weniger hell ist.

Spannend dazu fand ich auch noch das Thema „sozialer Jetlag“:
wann würdest du ohne Uhr schlafen? Und was sagt dein Wecker, wann du aufstehen und zur Arbeit gehen musst? Die Differenz bezeichnet Dr. Kantermann als sozialen Jetlag. Was kannst du also machen, wenn du ein später Chronotyp bist und früh zur Arbeit musst? Durch viel Licht am Morgen und wenig Licht am Abend kannst du das frühe Aufstehen fokussieren. Unternehmen empfiehlt er mehr auf die Chronobiologie der Mitarbeiter einzugehen, zum Beispiel durch flexiblere Arbeitszeiten.
Du selbst kannst versuchen, bei der Arbeit komplexere Aufgaben auch an deine Chronobiologie anzupassen.

Übrigens gibt es in Franken eine Stadt, die versucht die Chronobiologie in die Gesellschaft und den Alltag der Stadt zu integrieren. Das Projekt heißt ChronoCity.
Und, wie funktioniert deine innere Uhr? Kannst du dich nach ihr richten oder so gar nicht?

Ich wünsche dir wache Tage und nachts einen guten Schlaf! 

Be happy and be light

Deine Janina

P.S.: Folge mir doch bei Social Media: Facebook / @janinapernsot bei Instagram

Komme auch gern in meine Liebe was du tust-Facebookgruppe. Hier kannst du dich mit Gleichgesinnten austauschen und erhältst außerdem weitergehende Informationen und Arbeitsmaterialien.

Und das hier ist mein Facebook-Profil: https://www.facebook.com/janina.pernsot

Schau dich auch gern auf meiner Homepage um. Ich freue mich, wenn du mit mir zusammen daran arbeiten möchtest, dass du (wieder/endlich/noch mehr) liebst, was du tust!