Ich hab euch ja schon mal erzählt, dass ich Gefühle früher doof fand und mich lieber auf meinen rationalen Part konzentriert habe. Und weil ich immer wieder Kunden habe, die Gefühle entweder genauso blöd finden wie ich früher oder sogar gar nichts fühlen, habe ich mich heute dazu entschieden, eine Folge über Gefühle zu machen.
 
Wenn mir meine Kunden eine Situation schildern, frage ich gerne mal nach, ob sie das irgendwo im Körper wahrnehmen oder was sie fühlen. 
Was mir hierbei wichtig ist: Körperwahrnehmung und Gefühl ist nicht das Gleiche.
 
Wieso ist Gefühle fühlen und den Körper wahrnehmen denn so wichtig? 
Unsere Gefühle und unser Körper kommunizieren viel mit uns, zeigen uns, was gut für uns ist, wie wir für uns sorgen können und sind wichtige Bestandteile von uns. 
Gefühle und Körperwahrnehmungen zu ignorieren, kann auf Dauer krank machen. 
Im Umkehrschluss hilft also das Fühlen und Wahrnehmen dabei, gesund zu sein bzw. zu werden. Deswegen ist es wichtig, genau hinzuschauen bzw. hinzuFÜHLEN, auch wenn das zuerst vielleicht nicht immer angenehm ist.
 
Den meisten Leuten fällt es leichter, zu bemerken, was sie im Körper wahrnehmen, deswegen fange ich hiermit an:
Bei Stress kannst du zum Beispiel Unruhe im Bauch wahrnehmen. Dass du deine Schultern hochziehst. Dass du deine Zähne aufeinanderbeißt und sich dein Kiefer verkrampft. Dass du nicht mehr richtig Luft bekommst und nicht mehr richtig atmest.
Das sind alles Körperwahrnehmungen. Du kannst auch wahrnehmen, wie sich das alles entspannt, wenn sich dein Stress legt.
 
Und jetzt zu den Gefühlen bzw. den Emotionen.
In dieser Folge möchte ich gar keine Unterscheidung zwischen den beiden Worten „Gefühle” und „Emotionen” machen. 
Also, die 7 Basisgefühle sind: 
  • Freude
  • Überraschung
  • Angst
  • Wut
  • Ekel
  • Trauer
  • Verachtung
 
Wie kannst du denn jetzt lernen, Gefühle und Körperwahrnehmungen zu fühlen und zuzulassen?
Ein wichtiger erster Schritt ist: Wahrnehmen
Nimm dir immer wieder einen Moment Zeit und horche in dich rein. Schaue, was du in deinem Körper wahrnimmst. Sind irgendwo Schmerzen? Verspannungen? Anspannung? Entspannung? Enge? Weite?
Fühlt es sich gut oder schlecht an?
Und fühle. Fühlt sich das, was du da fühlst, gut oder schlecht an? Welches Gefühl könnte das sein?
 
Im Alltag unterdrücken wir Gefühle oft oder schieben sie weg.
 
Wenn es dir schwer fällt, ein bestimmtesGefühl zu fühlen, kann es zum Beispiel sein, dass du als Kind gelernt hast, das dieses bestimmte Gefühl schlecht ist. Vielleicht hast du Ärger für ein Verhalten bekommen. Oder dir wurde so etwas beigebracht wie: „Mädchen sollen nicht wütend sein“. Oder: „Jungs heulen nicht“. Das könnte dazu beigetragen haben, dass dir jetzt schwer fällt, dieses Gefühl zuzulassen.
 
Ein Zeichen für Emotionen sind auf jeden Fall Tränen. In unserer Gesellschaft wird uns aber oft simuliert, wenn wir weinen, dass wir damit wieder aufhören sollen. Von „ist wieder gut“ bis hin zu „wein doch nicht“ ist viel dabei. Dazu habe ich im Laufe meiner Coachingarbeit auch viel gelernt, auch wie wichtig es für viele Leute ist, einfach mal weinen zu dürfen.
 
Nächster Schritt:
Wenn du Gefühle fühlst, versuch dich nicht abzulenken. 
Ablenken ist sowas wie:
  • das Thema wechseln
  • die Tränen sofort wegwischen und die Nase putzen
  • sagen oder denken „ist ja gar nicht so schlimm“ oder „Ich kann keine Gefühle zulassen”
  • versuchen an etwas Positives zu denken
  • irgendwelchen „Süchten” nachgehen: Essen, fernschauen, aufs Smartphone schauen – oder was auch immer du dafür machst
  • und und und …
Also, versuche dich nicht abzulenken. 
 
Ganz wichtig: falls du dich doch ablenkst oder du merkst, dass dir etwas erstmal schwerfällt von dem, was ich hier beschreibe, urteile nicht darüber, sondern mach auch hier erstmal nur eins: Wahrnehmen.
 
Übrigens: es gibt ganz viele Nuancen bei Gefühlen. Ich stelle dir einen Link zu einer großartigen Gefühleliste in die Shownotes. Wenn du angefangen hast, deine Basisgefühle wieder deutlicher zu fühlen, kannst du auch lernen die Nuancen zu erkennen.
 
Ich wünsche dir ganz viele interessante Erfahrungen beim Fühlen und Wahrnehmen!
 
Be happy and be light
 
Deine Janina

P.S.:

Hier der Link zur Gefühleliste:

Folge mir doch bei Social Media: Facebook / @janinapernsot bei Instagram

Komme auch gern in meine Liebe was du tust-Facebookgruppe. Hier kannst du dich mit Gleichgesinnten austauschen und erhältst außerdem weitergehende Informationen und Arbeitsmaterialien.

Und das hier ist mein Facebook-Profil: https://www.facebook.com/janina.pernsot

Schau dich auch gern auf meiner Homepage um. Ich freue mich, wenn du mit mir zusammen daran arbeiten möchtest, dass du (wieder/endlich/noch mehr) liebst, was du tust!